Sportler aufgepasst: Wenn Insektenstiche tödlich enden
Ralf Loweg/mp24. Juli 2018, 11:53 UhrGESUNDHEIT
Sport unter freiem Himmel findet in Deutschland immer größeren Zuspruch. Vor allem im Sommer ist es eine schöne Sache für Geist und Körper, an malerischen Seen oder im schattenspendenen Wald seine Runden zu drehen. Doch Sport in Mutter Natur hat nicht nur Sonnenseiten.
Sport unter freiem Himmel findet in Deutschland immer größeren Zuspruch. Vor allem im Sommer ist es eine schöne Sache für Geist und Körper, an malerischen Seen oder im schattenspendenen Wald seine Runden zu drehen. Doch Sport in Mutter Natur hat nicht nur Sonnenseiten. Denn die Gefahr, von einem Insekt gestochen zu werden, ist groß. Für sportbegeisterte Insektengiftallergiker ist das eine gefährliche Situation. Prof. Dr. med. Thilo Jakob vom Universitätsklinikum Freiburg gibt Tipps, wie Sportler Stiche vermeiden können und was im Ernstfall zu tun ist.
Sportler, die ihr Training im Freien absolvieren, ziehen Bienen und Wespen quasi magisch an. Durch ihre erhöhte Körpertemperatur, ihren Schweiß und zumeist auch bunte Sportkleidung sind sie ein beliebtes Ziel. Hinzu kommt, dass sie die Tiere durch ihre Bewegungen aggressiv machen. Bienen und Wespen fühlen sich dadurch bedroht und starten den Angriff - und das meist unbemerkt, da sich die Sportler stark auf ihre Aktivitäten konzentrieren. Wenn es dann zum Stich kommt, kann es für Sportler, die eine Insektengiftallergie haben, zu lebensgefährlichen Situationen kommen.
"Knapp drei Millionen Deutsche reagieren allergisch auf einen Wespen- oder Bienenstich und etwa 20 von ihnen sterben jedes Jahr an einem sogenannten anaphylaktischen Schock", berichtet Prof. Dr. med. Thilo Jakob vom Universitätsklinikum Freiburg. Die Dunkelziffer liegt allerdings weit höher, da bei unbekannter Todesursache oft nicht an eine Insektenstich-Anaphylaxie gedacht wird. Sportler mit Insektengiftallergien, die im Sommer gerne im Freien trainieren, sollten daher immer wachsam sein.