Wenn die Ohren sausen

Schon das Wort 'Tinnitus' klingt nicht gesund. Es pfeift, piept, brummt und scheppert im Ohr. Und die Ohrgeräusche lassen einfach nicht nach. Ein Albtraum für die Betroffenen.


Schon das Wort "Tinnitus" klingt nicht gesund. Es pfeift, piept, brummt und scheppert im Ohr. Und die Ohrgeräusche lassen einfach nicht nach. Ein Albtraum für die Betroffenen. Mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland leiden laut einer aktuellen Studie unter dem ständigen Ohrensausen.

Als Beispiel der großen Probleme der Tinnitus-Betroffenen stellt Volker Albert, Vorsitzender der Deutschen Tinnitus-Liga (DTL), die Schreckhaftigkeit vor. Ist die Hörfähigkeit eingeschränkt durch einen Tinnitus, fällt das Filtern der Geräusche schwer. Wichtig wird nicht mehr von unwichtig getrennt, es kann eine Reizüberflutung entstehen und dadurch eine Schreckhaftigkeit. Hier hilft eine Hörsystemversorgung ungemein. Dennoch bleiben Wünsche offen.

Siegrid Meier, Dozentin der Akademie für Hörakustik (afh), geht auf die Zusammenhänge von Hören, Schwerhörigkeit und Tinnitus ein, die Arbeit des Hörakustikers in der Tinnitus-Versorgung und die technischen Möglichkeiten. Sie macht deutlich, dass eine Tinnitus-Versorgung immer interdisziplinär stattfinden muss. Experten aus den Bereichen der Hörakustik, der Medizin und Psychologie seien dabei gefragt.