Stahl gehört zu den wenigen Rohstoffen, die nicht nur multifunktionell einzusetzen, sondern darüber hinaus auch recycel-fähig sind. Wenn Sie Stahl einschmelzen, erhalten Sie daraus ohne Qualitätsverlust dasselbe Ausgangsmaterial. Aus diesem Grund besteht der in Deutschland hergestellte Stahl fast ausschließlich aus Stahlschrott. Nicht umsonst kann Stahl daher eine überaus gute öko-Bilanz aufweisen.
Stahl als nachhaltiger Baustoff
Stahl ist ein besonders vielseitig einsetzbarer Baustoff. Sowohl bei Hoch- als auch Tiefbauarbeiten können Komponenten aus Stahl eingesetzt werden. Vorteilhaft ist, dass Stahl sich auch hervorragend mit Beton kombinieren lässt. Grund hierfür ist, dass beide Stoffe dieselben Dehnungseigenschaften bei Wärme und Kälte besitzen.
Dies erklärt auch, warum Stahlbeton zu den am häufigsten verwendeten Baustoffen gehört. Was viele nicht wissen ist, dass Stahl zudem recht umweltfreundlich und überaus nachhaltig ist. Stahlschrott kann immer wieder eingeschmolzen und für neue Baustoffe verwendet werden. Im Gegensatz zu Plastik, welches in der Umwelt nur sehr langsam verrottet, verrostet Stahl und zersetzt sich nahezu vollständig. Ein gesunkenes Schiff bleibt zwar als Wrack noch einige Jahre auf dem Meeresgrund liegen, ist aber irgendwann vollständig verschwunden. Organismen werden durch den Rost nicht geschädigt.
Für jeden Anlass den richtigen Stahl verwenden
An die Qualität von Stahl werden hohe Anforderungen gestellt. Insbesondere Edelstahl sollte nach Möglichkeit rost- und säurebeständig ausgeführt sein. Hier kann zum Beispiel ein spezieller Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl überzeugen, der als sogenannter Duplex-Stahl in der Bauindustrie, im Schiffsbau, in der Lebensmittelindustrie, für Offshore-Techniken bis hin in der chemischen Industrie vielseitig einsetzbar ist. Nähere Hinweise zu diesem besonderen Stahl finden Sie hier. Stahl mit unterschiedlichen Legierungen und Zusammensetzungen können für nahezu jeden Einsatz genutzt werden.
Wie sieht die CO2-Bilanz bei der Stahlgewinnung aus?
Moderne Schmelztiegel sind heute vielfach elektrisch betrieben. Von daher sollte auch ein Blick auf die CO2-Bilanz geworfen werden. Wird Stahlschrott ausschließlich elektrisch geschmolzen, dann liegt die CO2-Bilanz bei etwa 1:1. Verbesserungen sind natürlich auch hier noch möglich. Unabhängig davon, sollte jedoch das Augenmerk auf die Nachhaltigkeit dieses Baustoffes geachtet werden.
Das Auf und Ab der Stahlindustrie
Wie zuvor erwähnt, besteht der hierzulande hergestellte Stahl fast ausschließlich aus Metallschrott. Dies hat zur Folge, dass die großen Stahlkonzerne weniger Stahl produzieren müssen und ihre Hochöfen lediglich mit Schrott füttern. In den letzten Jahren haben daher viele Stahlkonzerne ihre kleinen und unrentablen Stahlwerke an das Ausland verkauft. Der Stahlpreis ging in den Keller.
Heute muss Stahl zum Teil wieder teuer aus dem Ausland importiert werden. Grund für die Schließungen waren die höheren Energiepreise, welche den kleinen Firmen zu schaffen machte. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass damit auch viele Arbeitsplätze verloren gegangen sind.