Im westfranzösischen Bordeaux aktivierte der Bürgermeister erstmals seit 1999 den Notfallplan für die Stadt. Er sieht unter anderem zahlreiche Notunterkünfte für Menschen vor, die von Überschwemmungen betroffen sind. Nördlich von Bordeaux, am Zusammenfluss der Flüsse Dordogne und Garonne, gilt die höchste Flutwarnstufe. Die Wetterbehörde schließt nicht aus, dass das bisherige Rekordhochwasser von 7,05 Metern von 1999 übertroffen werden könnte. In der kommenden Nacht wird zudem ein weiterer Wintersturm namens Pedro erwartet.Â
Umweltminister Mathieu Lefèvre suchte mit einem Boot mehrere hochwassergeschädigte Bewohner des Ortes Saintes nördlich von Bordeaux auf, in dem zahlreiche Straßen bereits überflutet sind. "Wir haben es mit einem Phänomen außergewöhnlichen Ausmaßes zu tun", sagte er. Sobald das Wasser zurückgegangen sei, müsse daran gearbeitet werden, die Städte widerstandsfähiger zu machen "mit Blick auf Wetterereignisse, die aufgrund des Klimawandels voraussichtlich immer schlimmer und häufiger werden", sagte der Minister.Â