15-Jähriger bei Auseinandersetzung im Drogenmilieu von Nantes erschossen

Hochhaus in Nantes Bild: AFP

15-Jähriger bei Auseinandersetzung im Drogenmilieu von Nantes erschossen

In der westfranzösischen Stadt Nantes ist ein 15-Jähriger im Zusammenhang mit Drogenkriminalität erschossen worden. Laut Staatsanwalts handelt es sich wahrscheinlich um 'eine Abrechnung' im Drogenmilieu.

In der westfranzösischen Stadt Nantes ist ein 15-Jähriger im Drogenmilieu erschossen worden. Bei dem Vorfall am Donnerstagabend seien auf drei Jugendliche Schüsse abgegeben worden, sagte der Staatsanwalt von Nantes, Antoine Leroy. Nach Angaben der Polizei wurde der 15-Jährige im Flur eines Hochhauses in einem Arbeiterviertel von Nantes tödlich getroffen, ein 13-Jähriger und ein 14-Jähriger wurden verletzt. 

Nach Einschätzung des Staatsanwalts war der Hintergrund der Tat wahrscheinlich "eine Abrechnung" im Drogenmilieu. Innenminister Laurent Nuñez bekräftigte am Freitag bei einem Besuch in Nantes die Entschlossenheit der Behörden im Kampf gegen die Drogenkriminalität. Sie würden dabei "nicht nachlassen".

Am Montag waren bereits im südfranzösischen Nizza im Zusammenhang mit Drogenkriminalität zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. In der Stadt an der Côte d'Azur hatte es zuletzt mehrere Gewalttaten dieser Art gegeben. Auch aus Lyon wurde ein tödlicher Vorfall gemeldet, den die Ermittler auf eine "Auseinandersetzung zwischen Drogendealern" zurückführten. Dabei wurden drei Menschen durch ein absichtlich gelegtes Feuer in einem Hochhaus getötet.

Seit Januar leitet eine von der Regierung in Paris beauftragte spezialisierte Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Drogenhandel in Frankreich. Die Banden rekrutieren nach Erkenntnissen der Ermittler verstärkt Jugendliche.