Drei Wallabys aus verwahrloster Cannabisplantage in Spanien gerettet

Ein Wallaby in einem französischen Zoo Bild: AFP

Drei Wallabys aus verwahrloster Cannabisplantage in Spanien gerettet

Die spanische Polizei hat drei Wallabys aus einer verwahrlosten Cannabisplantage gerettet. In dem Anwesen wurden auch zahlreiche weitere lebende und tote Tiere entdeckt.

Die spanische Polizei hat drei Wallabys und zahlreiche weitere Tiere aus einer verwahrlosten Cannabisplantage gerettet. Die Beuteltiere aus der Familie die Kängurus wurden am Dienstag auf einem Anwesen in der Gemeinde Malagón in Zentralspanien entdeckt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Sie wurden demnach in einen Zoo in der Provinz Toledo gebracht.

Neben den drei Wallabys fanden die Beamten nach Polizeiangaben 14 Hunde, drei Kälber und zwei Rehe in "sehr schlechten hygienischen und sanitären Bedingungen" vor. Die Tiere hätten neben Kadavern anderer Tiere gelebt, einige davon in fortgeschrittenem Verwesungszustand. Unter den toten Tieren seien ein Kalb, drei Rehe, zwei Hunde sowie hunderte Hühner gewesen.

Die Hühnerkadaver seien den Hunden in Säcken als Futter hingeworfen worden, erklärte die Polizei. Die Wallabys und Rehe hielten sich demnach in einem Garten auf, der auch von den Verdächtigen und deren minderjährigen Kindern genutzt wurde. Die Hunde und Kälber seien in einem angrenzenden Gehege eingesperrt gewesen.

Die Ermittlungen hatten nach Hinweisen auf eine größere Cannabisplantage in Malagón begonnen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten nach eigenen Angaben fast tausend Cannabispflanzen. Zu dem Anwesen gehörte demnach auch ein unterirdischer Produktionsbereich. Die Anlage war illegal an das Stromnetz angeschlossen.

Zwei Verdächtige wurden festgenommen. Gegen sie wird unter anderem wegen Tierquälerei sowie Verstößen gegen Vorschriften zum Schutz von Flora und Fauna und gegen das Gesundheitsrecht ermittelt.