US-Raumfahrt: Trump strebt 2030 mehr als 1000 Raketenstarts im Jahr an

Ein Mondfahrzeug der Nasa im Mai 2026 Bild: AFP

US-Raumfahrt: Trump strebt 2030 mehr als 1000 Raketenstarts im Jahr an

US-Präsident Donald Trump möchte die Zahl der Raketenstarts in den USA deutlich erhöhen und strebt bis zum Jahr 2030 über tausend Starts im Jahr an - darunter zum Mond und zum Mars. Das geht aus einem von ihm unterzeichneten Memorandum auf der Website des Weißen Hauses hervor.

US-Präsident Donald Trump möchte die Zahl der Raketenstarts in den USA deutlich erhöhen und strebt bis 2030  tausend Starts jährlich an - darunter zum Mond und zum Mars. Das geht aus einem von ihm unterzeichneten Memorandum hervor, das am Donnerstag (Ortszeit) auf der Website des Weißen Hauses veröffentlicht wurde. Trump erklärt darin, dass er den Aufbau neuer Raumfahrtinfrastruktur gemeinsam mit privaten Investoren vorantreiben will.

Wie es in dem Dokument weiter heißt, trägt Trump den Ministern für Transport und Verteidigung sowie dem Leiter der US-Weltraumbehörde Nasa auf, neue geeignete Orte für künftige Raketenstarts ausfindig zu machen. Bis zum Jahr 2030 müsse die Raumfahrtinfrastruktur so weit gewachsen sein, dass "jedes Jahr mehr als 1000 Starts und Wiedereintritte in die Atmosphäre" möglich seien, steht in dem von Trump unterzeichneten Dokument weiter. 

Im Jahr 2025 waren weniger als 200 Raketen von den USA aus in den Weltraum gestartet. Den Großteil davon führte das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Unternehmer Elon Musk aus.  

Das am Donnerstag veröffentlichte Memorandum führt zudem mehrere seit der Rückkehr von Trump ins Weiße Haus erlassene Regeln und Maßnahmen auf. Darunter ist eine Lockerung der Umweltauflagen für die Raumfahrtindustrie - eine Maßnahme zugunsten der Privatwirtschaft.

Die Nasa wird in dem Dokument aufgefordert, "den kommerziellen Transport zum Mond und zurück zu erleichtern, den kommerziellen Zugang von Robotern zum Mars zu erleichtern und kommerzielle Wege zu erkunden, um Menschen zum Mars und zurück zu bringen".   

Die in dem Memorandum dargelegten Richtlinien würden "die weitere Überlegenheit der Vereinigten Staaten im Weltraum gewährleisten", hieß es weiter.

Die USA konkurrieren in der Weltraumindustrie mit China, das in den vergangenen Jahren an Einfluss gewonnen hat. Peking hat seine Raumfahrtprogramme in den vergangenen 30 Jahren erheblich ausgebaut und das Ziel formuliert, binnen der nächsten vier Jahre Menschen zum Mond zu schicken. 

Trump hatte seinerseits im Frühjahr betont, er rechne mit einer Rückkehr von US-Astronauten auf den Mond noch vor Ablauf seiner Amtszeit im Januar 2029.