Nepal: Zahl der Toten nach Lawinenunglück steigt auf 15
AFP1. Oktober 2026, 17:27 UhrBRENNPUNKTE
Die Zahl der Toten nach dem Lawinenunglück am Himlung in Nepal ist auf 15 gestiegen. Rettungskräfte bargen acht weitere Leichen aus dem verschütteten Basislager. Ein Mensch wird noch vermisst. Die Lawine war am Sonntag niedergegangen.
Die Zahl der Toten nach dem schweren Lawinenunglück im Himalaya in Nepal ist auf 15 gestiegen. Rettungskräfte bargen am Donnerstag acht weitere Leichen aus den Schneemassen am Basislager des 7126 Meter hohen Berges Himlung, wie der Chef des nepalesischen Bergführerverbands, Tul Singh Gurung, mitteilte. Ein weiterer Mensch wird demnach noch vermisst.
Die Lawine war am Sonntag über dem Basislager niedergegangen und hatte Zelte und Menschen unter meterhohem Schnee begraben. Insgesamt waren zunächst 16 Mitarbeiter nepalesischer Expeditionsteams vermisst worden. Sie bereiteten das Lager für spätere Expeditionen auf den nahe der chinesischen Grenze gelegenen Himlung vor.
Elf Rettungskräfte, darunter erfahrene Bergführer, suchten am Donnerstag weiter nach dem letzten Vermissten. Sie mussten sich dabei durch mehr als vier Meter Schnee graben. "Wir hoffen, dass auch die letzte Person gefunden wird", sagte Gurung.
Bereits am Sonntag waren die Leichen zweier Bergführer geborgen worden, am Montag die von zwei Mitarbeitern der Expeditionsküche. Nach einer zeitweiligen Unterbrechung der Suche wurden am Dienstag drei weitere Tote gefunden.
Mit nun 15 bestätigten Todesopfern zählt das Unglück zu den schwersten Bergunglücken in Nepal seit mehr als zehn Jahren. 2014 waren bei einer Lawine am Mount Everest 16 Menschen ums Leben gekommen. Ein Jahr später starben dort 18 Menschen infolge eines schweren Erdbebens.
In Nepal befinden sich acht der 14 höchsten Berge der Welt. Der Bergsteiger- und Wandertourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für das Himalaya-Land.