Umfrage: Viele junge Menschen ziehen sich bei Stress sozial zurück

Menschen in Einkaufsstraße Bild: AFP

Umfrage: Viele junge Menschen ziehen sich bei Stress sozial zurück

Bei Stress ziehen sich viele junge Menschen aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Krankenkasse vivida bkk und ihrer Stiftung Die Gesundarbeiter hervor.

Bei Stress ziehen sich viele junge Menschen einer Umfrage zufolge aus ihrem sozialen Umfeld zurück. 55 Prozent der Befragten reagieren demnach auf Stress mit sozialem Rückzug, wie aus einer am Dienstag in Villingen-Schwenningen veröffentlichten Erhebung der Krankenkasse vivida bkk und ihrer Stiftung Die Gesundarbeiter hervorgeht. Die Krankenkasse warnte, dass soziale Isolation das Stressniveau weiter erhöhen könne.

Insgesamt fühlten sich demnach 78 Prozent der 14- bis 35-jährigen Befragten häufig gestresst. Die Auslöser dafür seien unterschiedlich. 74 Prozent gaben an, dass finanzielle Sorgen bei ihnen Stress verursachen. 69 Prozent verwiesen auf Arbeit, Schule oder Ausbildung. Daneben fühlen sich 57 Prozent der jungen Menschen auch durch die aktuelle gesellschaftliche und politische Lage unter Druck gesetzt.

Zugleich erleben viele junge Menschen einen hohen Erwartungsdruck. Der Umfrage zufolge haben 84 Prozent der Befragten den Eindruck, in vielen Lebensbereichen gleichzeitig funktionieren zu müssen. Dabei wollen viele den eigenen Erwartungen gerecht werden: 78 Prozent haben aus diesem Grund das Gefühl, ständig an sich selbst arbeiten zu müssen. 69 Prozent erleben den Druck nach eigenen Angaben wiederum durch Erwartungen anderer.  

Im Geschlechtervergleich zeigen sich Unterschiede. Demnach haben 78 Prozent der Mädchen und Frauen das Gefühl, nie gut genug zu sein. Bei den Männer sind es nur 63 Prozent. Für die Erhebung wurden 1045 Deutsche im Alter von 14 bis 34 Jahren befragt.