Steve Schmit/mp28. Februar 2017, 17:13 UhrGESUNDHEIT
Jeder will gesund sein, aber wenn es um kostenpflichtige Zusatzleistungen geht, scheiden sich die Geister. Ärzte weisen jetzt darauf hin, dass die individuellen Gesundheitsleistungen eben dies sind: individuell.
Jeder will gesund sein, aber wenn es um kostenpflichtige Zusatzleistungen geht, scheiden sich die Geister. Ärzte weisen jetzt darauf hin, dass die individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) eben dies sind: individuell. Damit reagiert der Verband Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) auf Kritik, dass die IGeL unethischerweise als "Geldruck-Maschine" missbraucht werden. "Rechtlich ist der Arzt oftmals sogar dazu verpflichtet, dem Patienten medizinische Wahlleistungen anzubieten", sagt FÄ-Vorsitzender Wieland Dietrich.
Da schließlich die Behandlung des Patienten die oberste Priorität hat, bieten Ärzte auch geeignete Untersuchungen an, die der Patient selbst bezahlen muss. "Andernfalls macht sich der Arzt unter Umständen strafbar. Unterlässt er zumindest das Angebot und klärt den Patienten nicht vollständig über alle geeigneten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf, kann das als Kunstfehler gewertet werden", erläutert Dietrich.
Wichtig ist, dass zwischen Arzt und Patient Klarheit herrscht, welche Leistungen von der Krankenkasse bezahlt werden, und welche nicht. Wenn sich beide Parteien auf ein offenes Gespräch einlassen, werden viele Zweifel schnell vom Tisch gefegt.