Kallas bei Treffen der Ostseeländer in Warschau Bild: AFP
Kallas: Friedensabkommen im Ukraine-Krieg wird "Beteiligung der EU erfordern"
AFP6. November 2026, 19:14 UhrBRENNPUNKTE
Ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg darf nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas nicht ohne die Europäer geschlossen werden. 'Damit irgendein Abkommen umgesetzt werden kann, wird es die Beteiligung der EU erfordern', sagte Kallas.
Ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg darf nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas nicht ohne die EU-Staaten geschlossen werden. "Wir können nicht sagen, wie und wann die Ukraine und Russland einen Friedensvertrag schließen werden", sagte sie nach einem Treffen der Außenminister der Ostseestaaten in Warschau. "Damit irgendein Abkommen umgesetzt werden kann, wird es die Beteiligung der Europäischen Union erfordern", fügte sie hinzu.
Zuvor hatte bereits eine Sprecherin der EU-Kommission betont, dass es "Sache der Europäischen Union" sei, über die Belange zu entscheiden, "die ihre Sicherheit betreffen". Der Weg zu einem Friedensabkommen sei "noch lang". Die Bundesregierung erklärte, dass Gespräche ohne europäische Beteiligung "nicht zielführend" seien. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe in der Nacht mit Trump telefoniert.
Nach einem Treffen mit einem Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin hatte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag (Ortszeit) ein "sehr großes" Abkommen mit Russland angekündigt, das nicht nur die Ukraine, sondern möglicherweise "ganz Europa" betreffen werde. "Alle werden begeistert sein", fügte er hinzu.
Am Dienstag und Mittwoch kommender Woche kommen Unterhändler Russlands, der Ukraine und der USA in Abu Dhabi zu Dreiergesprächen über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges zusammen. Es ist das erste derartige Treffen seit Februar. Vertreter der EU sitzen bei den Dreiergesprächen nicht mit am Tisch.
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