Steve Schmit/mp28. Februar 2017, 17:46 UhrGESUNDHEIT
Zum Tag der Seltenen Erkrankungen macht die Debeka Krankenkasse darauf aufmerksam, dass seltene Krankheiten mitunter besonders hohe Behandlungskosten mit sich ziehen.
Zum Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar 2017 macht die Debeka Krankenkasse darauf aufmerksam, dass seltene Krankheiten mitunter besonders hohe Behandlungskosten mit sich ziehen. Die Lage sieht sehr anders aus als bei häufig auftretenden Leiden, auf die eine entsprechend hohe Menge Forschungsaufwand und Medikamenten-Produktion entfällt.
Besonders teuer sind die Behandlungskosten für Patienten, die an der Bluterkrankheit leiden. Laut Debeka-Angaben entstanden 2016 bei drei Versicherten mit der Diagnose "Hämophilie A" Kosten von 3,4 Millionen Euro. Unter anderem liegt das an den Medikamenten zur Blutgerinnung, auf die Betroffene ein Leben lang angewiesen sind.
Eine weitere kostenintensive Krankheit ist die Erbkrankheit "Morbus Gaucher". Durch die Störung des Fettstoffwechsels leiden Betroffene oft unter Entzündungen, die Organe und Skelett angreifen. Für einen Versicherten mit dieser Krankheit erhielt die Debeka im Jahr 2016 Rechnungen über 640.000 Euro.
Knapp dahinter folgt "Morbus Pompe" als teure und seltene Krankheit. Die Stoffwechselerkrankung führt zu fortschreitender Muskelschwäche, die auch die Atem-Muskulatur beeinträchtigt. Hier entstanden bei einem Patienten Rechnungen in Höhe von 600.000 Euro.