Selfies sind so eine Art sozialer Ritus geworden. Der moderne Mensch ist längst darauf konditioniert, beim Anblick einer erhobenen Kameralinse lächelnd in den Sucher zu rücken. Aber was, wenn eines der Fotomodelle Läuse unter der Haarpracht beherbergt?
Selfies sind so eine Art sozialer Ritus geworden. Der moderne Mensch ist längst darauf konditioniert, beim Anblick einer erhobenen Kameralinse lächelnd in den Sucher zu rücken. Das gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche. Enger Körperkontakt ist dabei unvermeidbar und oft nicht unerwünscht. Aber was, wenn eines der Fotomodelle Läuse unter der Haarpracht beherbergt?
An der Berliner Charité fanden Forscher jetzt einen Zusammenhang zwischen Kopflaus-Ausbreitung bei Mädchen und Selfies. "Die Mädels stecken beim Selfie-Machen gerne die Köpfe zusammen. Eine Übertragung durch Textilien und Gegenstände ist zwar theoretisch denkbar, spielt aber praktisch keine Rolle", sagt Professor Hermann Feldmeier vom Institut für Mikrobiologie und Hygiene an der Charité.
Für die Berliner Forscher steht außer Frage, dass der direkte Haarkontakt Hauptursache für die Übertragung ist. Über Kopfbedeckungen und Bettwäsche ist das Risiko weitaus geringer. "Bereits nach vier Stunden ohne Blut ist die Laus so stark ausgetrocknet, dass sie nicht mehr saugen kann", erklärt Feldmeier im Apothekenmagazin "Apotheken Umschau".