Möglichst hohe Auflösungen sind nicht nur schön auf dem TV-Bildschirm, sie sind auch in der Medizin höchst nützlich. Ein neues Verfahren der Universität Magdeburg ermöglicht es Medizinern jetzt, Gehirnstrukturen in hoher Auflösung darzustellen.
Möglichst hohe Auflösungen sind nicht nur schön auf dem TV-Bildschirm, sie sind auch in der Medizin höchst nützlich. Ein neues Verfahren der Universität Magdeburg ermöglicht es Medizinern jetzt, Gehirnstrukturen in hoher Auflösung darzustellen. Die Forscher brüsten sich mit einer 64 Mal höheren Auflösung als die neurowissenschaftliche Standardauflösung und drei Mal höher als die höchste bisher erzielte Auflösung von Bildern des Gehirns eines lebenden Menschen in einem Magnetresonanztomographen (MRT).
"Hohe Auflösungen erfordern eine sehr lange Messzeit im MRT. Ähnlich einer Fotoaufnahme bei Nacht, kann durch eine lange Verweildauer der Patienten im MRT das gemessene Signal verstärkt werden", erklärt Medizintechniker Falk Lüsebrink. Gekoppelt mit einer Bildkorrektur, um Bewegungen des Patienten auszugleichen, entstehen klare Ergebnisse.
"Die für die Aufnahme solcher Daten erforderliche Kombination aus Hochfeld-MRT und Bewegungskorrektur ist weltweit nahezu einzigartig und unterstreicht die Spitzenstellung der Universität Magdeburg in den bildgebenden Neurowissenschaften", sagt Projektleiter Prof. Oliver Speck.