Zweieinhalb Jahre verspätet: Bahn in Frankreich bringt neuen TGV auf die Schiene

Der neue TGV Bild: AFP

Zweieinhalb Jahre verspätet: Bahn in Frankreich bringt neuen TGV auf die Schiene

Das französische Bahnunternehmen SNCF hat am Freitag den neuen Schnellzug TGV in Betrieb genommen - aufgrund von Produktionsschwierigkeiten des Herstellers Alstom mit zweieinhalb Jahren Verspätung.

Das französische Bahnunternehmen SNCF hat am Freitag den neuen Schnellzug TGV in Betrieb genommen - aufgrund von Produktionsschwierigkeiten des Herstellers Alstom mit zweieinhalb Jahren Verspätung. Der neue doppelstöckige TGV soll dank der spitz zulaufenden Nase und einer verbesserten Aerodynamik 20 Prozent weniger Energie verbrauchen, obwohl er bis zu 20 Prozent mehr Passagiere befördern kann als das Vorgängermodell.

Der erste neue TGV fuhr am Freitagvormittag von Paris nach Marseille. Die SNCF hat insgesamt 160 Züge bestellt, 100 davon für den französischen Markt. Sie sollen nach und nach die derzeit fahrenden Züge ersetzen, die teils aus den 1990er Jahren stammen.

Die SNCF hebt besonders die Flexibilität der neue Züge hervor: Die Anzahl der Wagen lasse sich je nach Bedarf in weniger als einem Tag anpassen, jeder Wagen verfüge über eine Befestigungsvorrichtung für die Ausstattung der ersten und zweiten Klasse. Auch die Abstellflächen für Gepäck und Fahrräder lassen sich demnach nach Saison anpassen.

In einem Zug finden bis zu 700 Passagiere Platz. Die SNCF verspricht mehr Beinfreiheit, bequemere Sitze, eine zweistöckige Bar sowie WLAN "auf höchstem Niveau", das jedoch weiterhin von der Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter abhängt.