3000 Vogelspinnen in Socken mit Ziel Deutschland: Beamte in Peru stoppen illegalen Tierhandel

Am Flughafen gefundene Vogelspinne Bild: AFP

3000 Vogelspinnen in Socken mit Ziel Deutschland: Beamte in Peru stoppen illegalen Tierhandel

Sie wollten mehr als 3000 Vogelspinnen in getragenen Socken nach Deutschland schmuggeln: Bei einer Routinekontrolle am Flughafen von Lima haben peruanische Zollbeamte zwei Deutsche und einen Polen festgenommen. Die Spinnen waren in drei Koffern versteckt.

Sie wollten mehr als 3000 Vogelspinnen in getragenen Socken nach Deutschland schmuggeln: Bei einer Routinekontrolle am Flughafen von Lima haben peruanische Zollbeamte zwei Deutsche und einen Polen festgenommen. Wie die Wildtierbehörde Serfor am Donnerstag mitteilte, waren die Spinnen in drei Koffern versteckt, mit denen die mutmaßlichen Tierschmuggler in ein Flugzeug steigen wollten.

"Als wir mit der Durchsuchung begannen, stellten wir fest, dass sich einige Socken bewegten", berichtete die Serfor-Beschäftigte Cora Suárez. Die Tiere stammten den Angaben zufolge aus mehreren Regionen des südamerikanischen Landes. Neben ausgewachsenen Spinnen waren auch Eier und gerade geschlüpfte Jungtiere dabei.

Experten legten die Spinnen in Plastikgefäße, wie in einem von Serfor veröffentlichten Video zu sehen ist. Die beiden Deutschen und den Polen erwartet nach Behördenangaben nun ein Strafverfahren. 

Vogelspinnen werden in europäischen Ländern für teils hunderte Euro pro Tier verkauft. Daher ist der illegale Handel mit den Spinnen für Kriminelle ein lohnendes Geschäft. Die Tierschutzorganisation IFAW erkärte am Freitag, der Fall in Peru zeige erneut, dass Europa und auch Deutschland wichtige Absatzmärkte und Transitregionen für exotische Wildtiere seien. Kriminelle nutzten dabei jede rechtliche Lücke, um die Nachfrage zu bedienen. Es sei daher wichtig, solche Schlupflöcher zu schließen und durch eine Positivliste "klare Regeln für den Kauf und die Haltung von Haustieren schaffen".