Ein Notarztwagen für Leipzigs Babies

'Felix' ist ein echter Tausendsassa, wenn es um die optimale Versorgung von Säuglingen geht. Im neuen Baby-Notarztwagen am Universitätsklinikum Leipzig sind die kleinen Patienten dank ein speziellen Dämpfungssystems wie auf Wolken gebettet.


"Felix" ist ein echter Tausendsassa, wenn es um die optimale Versorgung von Säuglingen geht. Im neuen Baby-Notarztwagen am Universitätsklinikum Leipzig sind die kleinen Patienten dank ein speziellen Dämpfungssystems wie auf Wolken gebettet. Das bedienerfreundliche Be- und Entladesystem sorgt dafür, dass der rund 160 Kilo schwere Intensivarbeitsplatz auf einem im Rettungsdienst gängigen Unterfahrgestell schonend und einfach in das Fahrzeug geladen wird. Der Transport-Inkubator wird quer zur Fahrtrichtung transportiert, was für die Neugeborenen wesentlich sicherer ist. Dank exakter Temperaturregelung kühlt das Baby während der Fahrt nicht aus und kommt sicher im Krankenhaus an. Und weil vor allem Frühchen keiner längeren Lärmbelastung ausgesetzt werden sollten, wurde in "Felix" durch spezielle Schallschutzmatten in den Radkästen, auf dem Fahrzeugboden, an Wänden und Decke die Lautstärke im Inkubator um 20 Prozent gesenkt.

Der Startschuss für das Projekt "Felix" fiel 2014, als die Björn Steiger Stiftung und die Stadt Leipzig mit dem Uniklinikum Leipzig, dem St. Georg-Klinikum und dem Herzzentrum Leipzig die Beschaffung eines Baby-Notarztwagens beschlossen. "Dieses Projekt ist aufgrund der Kooperation von drei Kliniken bundesweit bis dato einmalig", heißt es von den Partnern. In den vergangenen drei Jahren wurden Sponsoren und Förderer für das Spezialfahrzeug gefunden, das die kleinsten Patienten in und um Leipzig in Zukunft sicher sowie medizinisch optimal versorgt und so schonend wie möglich transportieren soll. Die Kosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro.