Brustkrebs: Individuelles Training verbessert Gesundheitszustand
Rudolf Huber/mp13. April 2017, 14:50 UhrGESUNDHEIT
Welche Patienten mit welcher Erkrankung benötigen welches Training? Dieser Dreifachfrage ging jetzt der Sportwissenschaftler Priv.-Doz. Dr. Freerk Baumann vom Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln im Rahmen einer Studie mit Brustkrebs-Patientinnen nach. Klares Ergebnis: Je personalisierter das Programm ist, desto wirksamer ist es auch.
Welche Patienten mit welcher Erkrankung benötigen welches Training? Dieser Dreifachfrage ging jetzt der Sportwissenschaftler Priv.-Doz. Dr. Freerk Baumann vom Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln im Rahmen einer Studie mit Brustkrebs-Patientinnen nach. Klares Ergebnis: Je personalisierter das Programm ist, desto wirksamer ist es auch.
Die erste Gruppe von 111 Patientinnen durchlief ein speziell auf sie zugeschnittenes, dreiwöchiges Training in einer Rehabilitationsklinik und wurde anschließend zuhause weiter betreut. Im Trainingsprogramm wurde etwa berücksichtigt, welche sportlichen Vorlieben oder Gewohnheiten jede Einzelne hat und welche Trainingsmöglichkeiten vor Ort bestehen. Die zweite Gruppe mit 83 Patientinnen erhielt eine Standard-Reha ohne weitere Betreuung oder Anleitung, also die gängige Rehabilitation für Brustkrebs-Patientinnen.
Bei den Patientinnen mit individuellem Trainingsprogramm verbesserte sich das körperliche Aktivitätsniveau über die zwei Jahre deutlich. Die Kontrollgruppe konnte sich dagegen nur leicht steigern. Auch das Fatigue-Syndrom wurde signifikant reduziert und die gesundheitsbezogene Lebensqualität konnte insgesamt gesteigert werden. "Für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, konnten somit eindeutige und nachhaltig positive Effekte nachgewiesen werden, sofern sie nach einem individuell angepassten Programm trainieren", urteilt die Uniklinik.