So funktioniert der Ebola-Impfstoff

Dass der Ebola-Impfstoff 'rVSV-ZEBOV' funktioniert, ist seit letztem Jahr bewiesen. Doch erst jetzt konnten Wissenschaftler am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erstmals zeigen, wie genau unser Immunsystem auf das Mittel reagiert.


Dass der Ebola-Impfstoff "rVSV-ZEBOV" funktioniert, ist seit letztem Jahr bewiesen. Doch erst jetzt konnten Wissenschaftler am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erstmals zeigen, wie genau unser Immunsystem auf das Mittel reagiert. "Wir wussten zunächst vor allem, dass spezifische Antikörper gegen das Virus gebildet werden und dass diese auch nach sechs Monaten noch nachweisbar waren", erklärt Wissenschaftlerin Marylyn Addo. Was die Wissenschaftler allerdings noch nicht wussten, war, inwieweit auch der andere Arm unseres erworbenen Immunsystems - die sog. T-Zellen - an diesem Prozess beteiligt sind.

Diese Wissenslücke konnten die Forscher um Addo nun anhand der Proben, die während der klinischen Studie in Hamburg genommen wurden, schließen. Versuchsteilnehmer, die den Impfstoff in der höchsten eingesetzten Dosierung erhielten, bildeten T-Zellen, die sich spezifisch gegen das Ebola-Glykoprotein richteten, das im Impfstoff verwendet wird. Bei einer Ebola-Infektion können diese T-Zellen eine infizierte Zelle erkennen und deren Zelltod, die sogenannte "Apoptose", einleiten. Für die Forscher ist diese Erkenntnis ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Zulassung des Impfstoffs.