Steve Schmit/mp25. April 2017, 15:58 UhrGESUNDHEIT
Dem menschlichen Körper sind natürliche Grenzen gesetzt, die sich durch Fortschritte in der Technik aber erweitern lassen. Das Konzept von Exoskeletten ist nicht neu, aber inzwischen ist die Entwicklung weit genug fortgeschritten, dass es erste praktische Anwendungsmöglichkeiten gibt.
Dem menschlichen Körper sind natürliche Grenzen gesetzt, die sich durch Fortschritte in der Technik aber erweitern lassen. Das Konzept von Exoskeletten ist nicht neu, aber inzwischen ist die Entwicklung weit genug fortgeschritten, dass es erste praktische Anwendungsmöglichkeiten gibt.
Gemeint sind mechanische "Skelette", die am Körper getragen werden, um Bewegungsabläufe mit Motoren zu unterstützen. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass Gelähmte verschiedene Bewegungen wieder selbstständig ausführen können, oder dass das System dabei hilft, schwere Lasten zu tragen. Auf die Arbeitswelt angewandt, stellen sich so auch Fragen zum Thema Arbeitsschutz.
"Exoskelette sind eine spannende Innovation, die aber noch Entwicklungsarbeit braucht", sagt Ralf Schick von der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik. "Profitieren könnten zum Beispiel Beschäftigte in der Automobildemontage, der Möbelauslieferung oder bei Arbeiten auf der Baustelle." Gemeint ist die Entlastung des Muskel-Skelett-Systems der Träger mit dem Ziel, Ausfallzeiten zu verringern und die Gesundheit zu schützen.
Trotzdem bestehen Risiken. Sei es, dass durch erhöhte Lastmengen die Beschäftigten weiterhin körperlich schwer belastet werden oder durch Stürze mit den noch eher ungelenken Systemen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sehen es deshalb als Priorität an, dass vor den technischen Entwicklungen vor allem die Bedürfnisse der späteren Träger im Mittelpunkt stehen.