Honda nimmt mit dem Clarity wieder ein Brennstoffzellenauto ins Programm. Nach Europa kommt es jedoch zunächst nicht.
Der Honda Clarity Fuel Cell fährt nicht nur herrlich leise und komfortabel, sondern obendrein auch abgasfrei. Die Brennstoffzellenlimousine soll mit einer Tankfüllung Wasserstoff rund 650 Kilometer weit kommen. Allerdings ist sie in Europa nicht offiziell zu haben, sondern zunächst nur in den USA und Japan.
Zu kaufen ist der Clarity aber auch in Amerika nicht, man muss den Wagen für drei Jahre leasen. Das kostet lediglich 369 Dollar im Monat. Ein geringer Betrag in Relation zur Größe und Leistung des Wagens. Zusätzlich erhält der Clarity-Kunde 15.000 Dollar als eine Art Tankgutschein sowie einmal pro Jahr einen 20-Tage-Pass für einen Mietwagen. Mit den üppigen Zuschüssen will Honda die Technik zunächst im Markt etablieren.
Im Grund seines Antriebs ist der Honda Clarity ein Elektroauto. Sein Strom kommt aber nicht aus einer Batterie, sondern wird in Brennstoffzellen generiert. Diese versorgt eine 130 kW/174 PS starken E-Motor mit einem Drehmoment von 300 Nm. Der soll den Clarity in neun Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und eine Endgeschwindigkeit von 165 km/h möglich machen. An Reichweite verspricht Honda nach der EU-Norm rund 650 Kilometer. Dann wären die fünf Kilo Wasserstoff verbraucht.
Gegenüber dem Vorgänger ließ Honda eine Vielzahl vom Verbesserungen in den Clarity einfließen. Unter anderem wurde die Brennstoffzelle kleiner, gleichzeitig aber um 50 Prozent leistungsfähiger. Damit haben die Honda-Zellen nicht nur den besten Effizienzwert in der Branche, sondern der gesamte Zell-Kasten passt nun mit unter die Motorhaube.
Ein Problem bleibt weiterhin die Kofferraumgröße. Denn der alternative Antrieb braucht Platz und lässt für Gepäck nur 334 Liter übrig. Großartige Reisen mit vier oder fünf Personen plus Gepäck an Bord lassen sich mit dem Clarity also nicht machen. Auf der Infrastrukturseite mangelt es natürlich weiterhin an Wasserstoff-Tankstellen, selbst wenn in Deutschland wie versprochen bis zum Ende des Jahres 50 Säulen aufgestellt sein sollten.