Goldnetz bewahrt die Gebärmutter

Starke Regelblutungen gelten als häufiger Grund für eine Gebärmutter-Entfernung. Ein alternatives Operations-Verfahren verspricht nun den Erhalt des Organs.


Starke Regelblutungen gelten als häufiger Grund für eine Gebärmutter-Entfernung. Ein alternatives Operations-Verfahren verspricht nun den Erhalt des Organs. "Goldnetz"-Methode heißt die modernere Vorgehensweise. Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine innovative Form der sogenannten "Endometriumablation", bei der die Gebärmutterschleimhaut, die die Blutung verursacht, durch Hitze verödet wird. Der Eingriff erfolgt meist bei Vollnarkose und wird durch den Gebärmutterhals vorgenommen: Das Goldnetz wird in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Hier angekommen entfaltet es sich und passt sich in Länge und Breite genau dem Organ an.

Die Verödung erfolgt mittels elektrischer Energie. Dieser Prozessteil soll in etwa 90 Sekunden abgeschlossen sein. Im Anschluss daran wird das Goldnetz aus der Gebärmutter herausgezogen, und der Eingriff ist beendet. Ziel ist dabei die volle Erhaltung des Organs. Dennoch bleibt die OP nicht folgenlos. Theoretisch soll es der Frau noch möglich sein Kinder zu gebären, doch raten Experten davon ab, da die Risiken für Mutter und Kind zu hoch seien. Verhütung beim Geschlechtsverkehr sei also nach dem Eingriff dringend angeraten.

Die Operation kann sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden. Die meisten privaten Krankenkassen zahlen beide Varianten. Bei den gesetzlichen Kassen gibt es regionale Unterschiede. Meist übernehmen sie die Kosten für einen stationären Eingriff. Lassen gesetzlich Versicherte die minimal-invasive Operation unter stationären Bedingungen durchführen, zahlen die Krankenkassen die Kosten im Rahmen der sogenannten Fallpauschalen. Das geht aber nur, wenn ausreichende Gründe für eine stationäre Aufnahme vorliegen, zum Beispiel starkes Übergewicht oder andere Nebenerkrankungen wie Blutgerinnungsstörungen, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme. Für die Kostenübernahme bei einer ambulanten Durchführung, kann die Patientin einen individuellen Kostenübernahme-Antrag bei ihrer Krankenkasse stellen. Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite www.starke-regelblutung.de.