Elektronische Rezepte auf dem Prüfstand

Die mehr als 70 Millionen gesetzlich versicherten Menschen in Deutschland müssen in Zukunft auch beim E-Rezept die volle Wahlfreiheit haben, zu welchem Arzt sie dafür gehen und in welcher Apotheke sie es einlösen wollen.


Die mehr als 70 Millionen gesetzlich versicherten Menschen in Deutschland müssen in Zukunft auch beim E-Rezept die volle Wahlfreiheit haben, zu welchem Arzt sie dafür gehen und in welcher Apotheke sie es einlösen wollen.

"Das E-Rezept soll für Patienten leichter handhabbar und sicherer einlösbar sein, darf aber keinesfalls Verbraucherrechte einschränken oder zur Steuerung des Patienten an einen bestimmten Anbieter missbraucht werden", sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV).

Jeder Patient müsse in jedem einzelnen Fall selbst entscheiden, zu welchem Arzt er geht und in welcher Apotheke er das elektronische Rezept einlöst, so Fritz Becker weiter: "Kein Arzt, kein Apotheker, keine Krankenkasse und kein privates Unternehmen dürfen dieses Selbstbestimmungsrecht unterlaufen."

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) arbeitet daran, allen gesetzlich Krankenversicherten eine kostenfreie, wettbewerbsneutrale und benutzerfreundliche Web-App anzubieten, mit der sie ihr E-Rezept einsehen, sicher einlösen und mit jeder beliebigen Apotheke kommunizieren können. Geplant sind auch Zusatzfunktionen, die die Arzneimitteltherapietreue und -sicherheit verbessern, beispielsweise Einnahmeerinnerungen oder Hinweise zum Ablaufdatum der Medikamente.