Schluss mit Migräne - So lässt sich der Attacke vorbeugen
Mirko Stepan/mp5. Juni 2019, 10:39 UhrGESUNDHEIT
Hinter der Stirn pochen starke Schmerzen, laute Geräusche und helles Licht verursachen Übelkeit. Weltweit leiden rund acht Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen unter Migräne. Moderne Therapien können helfen, einem Anfall vorzubeugen.
Hinter der Stirn pochen starke Schmerzen, laute Geräusche und helles Licht verursachen Übelkeit. Weltweit leiden rund acht Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen unter Migräne. Moderne Therapien können helfen, einem Anfall vorzubeugen.
Eine Migräne kann bis zu 72 Stunden andauern. Der Schmerz tritt häufig einseitig auf, vorwiegend im Bereich der Stirn, der Schläfen und der Augen. Bei vielen Patienten wird die Attacke von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Lärmempfindlichkeit begleitet. Oft sind die Anfälle so stark, dass die Betroffenen Bettruhe benötigen.
Häufig fühlen sich Migränepatienten in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt und leben mit der ständigen Angst vor einer erneuten Attacke. "Vielen von ihnen kann mit einer vorbeugenden Behandlung geholfen werden, für die verschiedene Medikamente zur Verfügung stehen", sagt Prof. Reuter. Eine prophylaktische Therapie ist zum Beispiel mit Wirkstoffen aus der Gruppe der CGRP-Antikörper (CGRP: Calcitonin-Gene-Related-Peptide) möglich. Die Antikörper blockieren im trigeminalen Nervensystem jene Botenstoffe, die an der Schmerzauslösung beteiligt sind. So kann beispielsweise der Wirkstoff Fremanezumab Migräneattacken verhindern oder ihre Häufigkeit oder Schmerzhaftigkeit verringern.
"Die Therapie kommt für Erwachsene infrage, die häufiger als vier Tage im Monat von einer Migräne betroffen sind und bei denen andere prophylaktische Therapien versagt haben", sagt Prof. Reuter. Der Wirkstoff kann monatlich oder in einer höheren Dosierung im Abstand von drei Monaten per Injektion verabreicht werden. Weitere Infos unter www.moretomigraine.de.
Verschiedene Faktoren können eine Migräneattacke begünstigen. Zu ihnen gehören beispielsweise Stress, Änderungen im Schlaf- und Wachrhythmus, grelles Licht oder Lärm. Patienten sollten auf regelmäßige Entspannungs- und Schlafenszeiten achten und sich im Alltag mit einer Sonnenbrille und Kopfhörern gegen störende Reize schützen. Ebenso wichtig: eine gesunde Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr.