Die Arbeit und der Rücken, das klingt ein wenig märchenhaft aber leider hat diese Geschichte nicht immer ein Happy End. Wer beruflich lange sitzen muss, leidet auf Dauer oft unter Rückenproblemen. Arbeitgeber können aktiv gegensteuern.
Die Arbeit und der Rücken, das klingt ein wenig märchenhaft aber leider hat diese Geschichte nicht immer ein Happy End. Wer beruflich lange sitzen muss, leidet auf Dauer oft unter Rückenproblemen. Arbeitgeber können aktiv gegensteuern, sollten es sogar, so die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD).
"Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, ihren Mitarbeitern einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen und die Nutzung entsprechend zu erklären", sagt Heike Morris, juristische Leiterin der UPD. In der Praxis heißt das: Bürostühle am Arbeitsplatz sollten eine Sitzhöhe von mindestens 42 Zentimeter aufweisen und ergonomisch sein. Auch für Schreibtische und sogar Tastaturen gibt es eine einzuhaltende DIN-Form.
Mitarbeiter mit Rückenproblemen rät die Expertin, zu klären, was möglicherweise von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung als Leistung beantragt werden könnte. "Beispielsweise einen höhenverstellbaren Tisch", sagt Morris. Aber auch darüber hinaus können Arbeitnehmer selbst aktiv werden. "Das beste Mittel gegen Rückenschmerzen ist es, ihnen aktiv vorzubeugen", sagt Nadezda Pampalova, ärztliche Beraterin der UPD.
Die richtige Sitzhaltung bedeutet, dass der Mensch aufrecht und im rechten Winkel sitzt. Zwischendurch die Körperhaltung wechseln und die Beine ausstrecken hilft dabei, den Rücken nicht zu einseitig zu belasten. Immer mal wieder aufstehen gehört ebenfalls zu den effektivsten Möglichkeiten. "Zum Beispiel mal im Stehen telefonieren, zur Besprechung in den nächsten Stock die Treppe nehmen statt den Fahrstuhl", sagt Pampalova. Als Faustregel nennt die Expertin: 50 Prozent sitzen, 25 Prozent stehen, 25 Prozent bewegen.
Kostenlose Beratung zum Thema bietet die UPD (www.patientenberatung.de) unter der Rufnummer 0800-011-77-22.