Moderne bildgebende Verfahren sind in der Krebstherapie ein wertvolles Werkzeug. Am Universitätsklinikum Freiburg haben Forscher jetzt eine Methode entdeckt, um die Herstellung eines wichtigen Kontrastmittels maßgeblich zu vereinfachen.
Moderne bildgebende Verfahren sind in der Krebstherapie ein wertvolles Werkzeug. Am Universitätsklinikum Freiburg haben Forscher jetzt eine Methode entdeckt, um die Herstellung eines wichtigen Kontrastmittels maßgeblich zu vereinfachen. Dort ist das Deutsche Konsortium für Transnationale Krebsforschung (DKTK) beheimatet, und das Team um Jan-Bernd Hövener hat es geschafft, die bislang aufwändige und teure Herstellung von magnetischem Kontrastmittel zu durchbrechen.
Dieses wird für Patienten eingesetzt, um per Hyperpolarisations-Magnetresonanztomografie krankhafte Stoffwechselvorgänge bei Krebs in Echtzeit zu beobachten. Die Forscher haben ihr Verfahren "Sambadena" getauft. "Zum ersten Mal ist es möglich, die Injektionslösung mit dem Kontrastmittel innerhalb weniger Sekunden direkt am Einsatzort, im MRT-Gerät selbst, zu produzieren", erklärt Andreas Schmidt aus dem Projektteam.
Wenn sich das neue Kontrastmittel in Studien bewährt, erhoffen sich die Forscher großartige Ergebnisse. "Wir arbeiten nun intensiv daran, Sambadena auch auf Biomoleküle anzuwenden, die natürlicherweise im Körper vorkommen. Deren Ab- oder Umbau könnten wir dann in Echtzeit beobachten", sagt Projektleiter Hövener. Dieses Verhalten ließe dann auf veränderten Stoffwechsel schließen, der durch Krebszellen ausgelöst wird.
Auf diese Weise lassen sich Metastasen früher finden und Tumore genauer charakterisieren. Zudem wollen die Wissenschaftler anhand der Veränderung des Krebsstoffwechsels frühzeitig erkennen, ob eine Therapie anschlägt oder nicht. "Ein weiterer Vorteil ist, dass gegen körpereigene Stoffe keine Allergien auftreten, was bei bisherigen MRT-Kontrastmitteln manchmal der Fall ist", sagt Dr. Hövener.