Tagesklinik für Autisten

Menschen mit hochfunktionalem Autismus sind in unserer Gesellschaft häufig benachteiligt. Durch ihr mitunter unangepasst wirkendes soziales Verhalten können sie häufig trotz guter beruflicher Qualifikation nicht dauerhaft am Erwerbsleben teilnehmen. Therapieplätze sind rar - doch Mitte April öffnet die deutschlandweit erste Tagesklinik für Störungen der sozialen Interaktion auf dem Campus des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI) in München.


Menschen mit hochfunktionalem Autismus sind in unserer Gesellschaft häufig benachteiligt. Durch ihr mitunter unangepasst wirkendes soziales Verhalten können sie häufig trotz guter beruflicher Qualifikation nicht dauerhaft am Erwerbsleben teilnehmen. Therapieplätze sind rar - doch Mitte April öffnet die deutschlandweit erste Tagesklinik für Störungen der sozialen Interaktion auf dem Campus des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI) in München. Ein Schwerpunkt der Arbeit dort liegt auf der Behandlung von Erwachsenen eben dieser Form von Autismus.

Bis zu 1,3 Prozent aller Deutschen sind von Autismus betroffen, Männer acht Mal häufiger als Frauen. Bei knapp der Hälfte der Betroffenen handelt es sich um den hochfunktionalen Autismus, bei dem die kognitiven Fähigkeiten nicht eingeschränkt sind.

Nach einer umfassenden medizinischen Diagnostik stellen die Experten der Tagklinik ein individuelles Tagesprogramm zusammen. "Ziel ist, die soziale Interaktion anhand einer dafür entwickelten Gruppenpsychotherapie zu unterstützen", so PD Dr. Leonhard Schilbach, Leiter der Ambulanz und Tagklinik. Psychiater, Psychologen, medizinische Fachangestellte und Sozialpädagogen arbeiten dabei Hand in Hand. Die Patienten erhalten auch eine berufsorientierte Unterstützung, um eine Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu ermöglichen.