Erblich bedingte Erkrankungen, Risikoschwangerschaften und -geburten können teilweise bereits bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden. Ein Großteil davon wird per Ultraschall durchgeführt. Doch bisher hatten werdende Eltern noch keine verlässlichen Ratgeber dafür, was wann und für wen empfehlenswert ist. Eine neue Versicherteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kann jetzt als Entscheidungshilfe dienen.
Erblich bedingte Erkrankungen, Risikoschwangerschaften und -geburten können teilweise bereits bei den ersten Vorsorgeuntersuchungen erkannt werden. Ein Großteil davon wird per Ultraschall durchgeführt. Doch bisher hatten werdende Eltern noch keine verlässlichen Ratgeber dafür, was wann und für wen empfehlenswert ist. Eine neue Versicherteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kann jetzt als Entscheidungshilfe dienen. "Die neue Versicherteninformation kann dabei helfen, die schwierige und persönliche Entscheidung zu treffen, welche der verfügbaren Untersuchungen in Anspruch genommen werden", sagt Professor Dr. med. Peter Kozlowski, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).
Pränatale Untersuchungen erfolgten stets auf freiwilliger Basis, betont Professor Dr. med. Renaldo Faber, Vorsitzender der DEGUM-Sektion für Geburtshilfe und Gynäkologie. Gerade deshalb sei es so wichtig, dass werdende Eltern gut aufgeklärt seien und im Falle einer Risikoschwangerschaft eine fundierte Entscheidung treffen könnten. Durch die vorgeburtlichen Untersuchungen könnten bei der Mehrzahl der Frauen auch ernsthafte Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft erkannt werden. "Die Untersuchungen sind also auch für Schwangere wertvoll, die ein Screening oder eine Diagnostik auf genetische Erkrankungen ihres ungeborenen Kindes nicht wünschen", so der Experte.