Prävention am Arbeitsplatz

Stress im Beruf, zu wenig Bewegung und falsche Ernährung: Dieser Dreiklang bestimmt das Leben vieler Menschen. Er ist geradezu perfekt geeignet, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszulösen. Das müsste nicht sein. Doch gerade in der Arbeitswelt gibt es noch immer erheblichen Nachholbedarf in Sachen Prävention.


Stress im Beruf, zu wenig Bewegung und falsche Ernährung: Dieser Deiklang bestimmt das Leben vieler Menschen. Er ist geradezu perfekt geeignet, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszulösen. Das müsste nicht sein. Doch gerade in der Arbeitswelt gibt es noch immer erheblichen Nachholbedarf in Sachen Prävention. Dabei könnten Unternehmen mit Hilfe präventiver Maßnahmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter stärken und damit kostspielige Arbeitsausfälle langfristig vermeiden. Schließlich sorgen Arbeitsausfälle in Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen laut Alexander Kuhlmann, Facharzt für Arbeitsmedizin, Internist und Kardiologe, für erhebliche Kosten.

Zu den klassischen Risikofaktoren zählen Rauchen, Übergewicht, hoher Blutzucker, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Alkoholkonsum, Niereninsuffizienz, Feinstaub sowie falsche Ernährung. Auch eine bewegungsarme Tätigkeit vor dem Bildschirm begünstigt Übergewicht, Diabetes, Stoffwechsel- und Herzerkrankungen. Der Verzicht aufs Rauchen, regelmäßige körperliche Aktivitäten und eine ausgewogene Ernährung beeinflussen dagegen die Gesundheit positiv. Regelmäßige Bewegung, auch am Arbeitsplatz, vermindert das Risiko einer Depression und beeinflusst den Verlauf von Herzerkrankungen positiv: "Bewegung wirkt wie Medizin", so Alexander Kuhlmann.

Deshalb gewinnt auch die Gesundheitsprävention in Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Arbeitsmediziner haben die Möglichkeit, Mitarbeiter für gesundheitsförderndes Verhalten zu sensibilisieren und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Das Ziel muss sein, das Bewusstsein für Risiken zu stärken und die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung frühzeitig zu erkennen.