Gegen Tinnitus, auch 'Ohrensausen' genannt, gibt es mittlerweile eine App-Therapie. Das Prinzip dahinter: Patienten hören speziell aufbereitete Musik, die dann betroffene Nervenzellen ruhigstellt.
Gegen Tinnitus, auch "Ohrensausen" genannt, gibt es mittlerweile eine App-Therapie. Das Prinzip dahinter: Patienten hören speziell aufbereitete Musik, die dann betroffene Nervenzellen ruhigstellt. Verschiedene Krankenkassen erstatten die Nutzungsgebühr, sodass Versicherte freien Zugang zur "Tinnitracks"-App der Sonormed GmbH erhalten.
Praktischerweise können Nutzer ihre eigene Lieblingsmusik nutzen. Diese wird dann in der App umgewandelt. Speziell wird die individuelle Tinnitusfrequenz der Betroffenen herausgefiltert. Überaktive Nervenzellen, die den Tinnitus auslösen, werden so durch das Anhören der Musikstücke beruhigt. Es ist vorgesehen, dass Patienten täglich 90 Minuten lang "Tinnitracks" hören, über ein Jahr hinweg.
Zu den Krankenkassen, die für die Tinnitracks-Kosten aufkommen, zählen bisher die hkk Krankenversicherung, Techniker Krankenkasse, mhplus, BKK VBU, Axa, Allianz, Gothaer, LVM und die Krankenversicherer der Sparkassen-Finanzgruppe - Bayerische Beamtenkrankenkasse und Union Krankenversicherung. Voraussetzung sind der Besuch bei einem der teilnehmenden HNO-Ärzte und eine eindeutige Diagnose eines subjektiven, chronischen, tonalen Tinnitus, für dessen Behandlung die App ausgelegt ist.