Steve Schmit/mp18. April 2017, 12:53 UhrGESUNDHEIT
Zahnersatz kann für Patienten teuer werden. Verbraucherschützer haben deshalb einige Ratschläge gesammelt, die unerwartet hohe Zahnarztrechnungen verhindern können.
Zahnersatz kann für Patienten teuer werden. Verbraucherschützer haben deshalb einige Ratschläge gesammelt, die unerwartet hohe Zahnarztrechnungen verhindern können. Leistungen, die über die Regelversorgung hinaus gehen, müssen gesetzlich Versicherte Patienten in den meisten Fällen aus eigener Tasche zahlen. "Wer etwa ein Implantat statt einer Brücke wünscht, sollte bei seinem Zahnarzt vorher nach allen anfallenden Kosten fragen und möglichst eine zweite Meinung einholen", rät ein Sprecher der Verbraucherzentrale NRW.
Grundsätzlich existiert für jeden Zahnbefund ist eine kostengünstige Kassenleistung, deren Kosten bei gesetzlich Versicherten etwa zu 50 Prozent durch die Krankenkasse übernommen werden. Bei Maßnahmen wie Zahnersatz muss der Zahnarzt die geplante Behandlung und voraussichtlichen Kosten in einen Heil- und Kostenplan eintragen und den Patienten aushändigen.
In manchen Fällen ist es auch ratsam, einen Extra-Kostenvoranschlag für Material- und Laborkosten anzufragen. So kann die Krankenkasse prüfen, welcher Betrag erstattet beziehungsweise bezuschusst wird und der Patient weiß, welche Kosten auf ihn zukommen. Im Zweifel sollte auch eine zweite Meinung eingeholt werden, wenn der Heil- und Kostenplan zu kostspielig wirkt.
Wer bei seiner Krankenkasse gewisse Bonuskriterien erfüllt, kann unter Umständen bei einer Behandlung mit einem höheren Anteil der übernommenen Kosten rechnen. Weiterhin können gesetzlich Versicherte mit einem niedrigen Bruttoeinkommen bis zu 1.190 Euro als Härtefall anerkannt werden. Dann wird der volle Betrag der Regelversorgung für Zahnersatz erstattet.