Alleinsein macht Senioren krank

Depressionen und Angststörungen oder schlicht das Alleinsein sind die größten Hemmnisse fürs Wohlbefinden im Alter. Körperliche und gesundheitliche Beeinträchtigungen spielen eher die zweite Geige.


Depressionen und Angststörungen oder schlicht das Alleinsein sind die größten Hemmnisse fürs Wohlbefinden im Alter. Körperliche und gesundheitliche Beeinträchtigungen spielen eher die zweite Geige. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München.

Für die Studie wurden die Daten von rund 3.600 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren ausgewertet. Die Wissenschaftler bestimmten das Wohlbefinden über einen fünfteiligen Fragebogen der Weltgesundheitsorganisation, dem sogenannten WHO-5-Wohlbefindens-Index. Das Ergebnis: Bei 79 Prozent der Befragten wurde ein hohes subjektives Wohlbefinden festgestellt. In der "Niedrig"-Gruppe waren auffällig oft Frauen, und zwar rund 24 Prozent gegenüber rund 18 Prozent bei den Männern. Schlechte körperliche Gesundheit, beispielsweise geringe sportliche Aktivität oder sogenannte Multimorbidität scheint gegenüber psychosozialen Defiziten wenig Einfluss auf Lebenszufriedenheit zu haben.