Copernicus: 2026 wohl das zweitheißeste Jahr nach 2024
AFP6. November 2026, 10:43 UhrBRENNPUNKTE
Nach dem Extremsommer wird 2026 so gut wie sicher das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Das bislang wärmste Jahr war 2024 - aber auch das könnte möglicherweise noch eingeholt werden, wie es im Monatsbericht des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus heißt.
Nach dem Extremsommer wird 2026 so gut wie sicher das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Das bislang wärmste Jahr war 2024 - aber auch das könnte möglicherweise noch eingeholt werden, wie es im am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus heißt. Der Oktober war demnach weltweit der wärmste Oktober, der je gemessen wurde.
Die globale Durchschnittstemperatur lag im vergangenen Monat 1,75 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Damit wurde bereits den dritten Monat in Folge die Marke von 1,5 Grad überschritten. Die internationale Gemeinschaft hatte sich im Pariser Klimaabkommen von 2015 darauf verständigt, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.
Auch die Meerestemperaturen blieben im Oktober außergewöhnlich hoch. Die Durchschnittstemperatur der Meeresoberfläche außerhalb der Polarregionen erreichte 20,95 Grad, den höchsten jemals für einen Oktober gemessenen Wert. Damit wurde der bisherige Oktoberrekord aus dem Jahr 2023 übertroffen. Im Pazifik, wo sich das Wetterphänomen El Niño weiter verstärkte, stieg die Abweichung bis auf 3,21 Grad, ein historischer Höchstwert.
"2026 dürfte das zweite Kalenderjahr werden, in dem die globale Erwärmung über 1,5 Grad Celsius liegt", sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF). Voraussichtlich werde dieser Wert auch im Vierjahresdurchschnitt überschritten. "Das verdeutlicht, wie lange sich diese Phase globaler Erwärmung bereits hinzieht", fügte sie hinzu.
In Europa tragen die warmen Temperaturen zu Hitzerekorden und zum Absinken der Wasserpegel in den Flüssen bei. Betroffen waren unter anderem der Rhein, die Donau und die Weichsel. In mehreren Ländern kam es zudem zu heftigen Regenfällen und Überschwemmungen, darunter Großbritannien, Irland, Spanien, Griechenland und die Türkei.