Regierungskrise in Paraguay: Senat enthebt Präsident Peña des Amtes
AFP6. November 2026, 23:47 UhrNEWS
Inmitten der Regierungskrise in Paraguay infolge eines Bankenskandals hat der Senat Präsident Santiago Peña des Amtes enthoben. Das Votum fiel einstimmig aus: Alle 44 anwesenden Senatoren stimmten dafür, den rechtsgerichteten Peña abzusetzen.
Inmitten der Regierungskrise in Paraguay infolge eines Bankenskandals hat der Senat Präsident Santiago Peña des Amtes enthoben. Das Votum der Parlamentskammer fiel am Freitag einstimmig aus: Alle 44 anwesenden Senatoren stimmten dafür, den rechtsgerichteten Peña abzusetzen. Die Parlamentskammer zählt 45 Mitglieder. Peña habe sein Amt "schlecht ausgeübt", gab Senatspräsident Basilio Nuñez an. "Infolgedessen wird er seines Amtes als Präsident enthoben."
Der Senat des südamerikanischen Lands hatte das Amtsenthebungsverfahren gegen Peña am Freitag eröffnet, nachdem er dessen Antrag auf Aufschub um drei Tage abgelehnt hatte. Auslöser der Krise waren Peñas Verbindungen zur Bank Ueno, die am Dienstag wegen Kapitalmangels von der Zentralbank unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Rund drei Millionen Kunden kamen deswegen nicht mehr an ihr Geld.