Schaeffler Jahresbilanz: Immer dort, wo sich was bewegt
Michael Kirchberger8. März 2017, 14:56 UhrVERKEHR
Es klingt wie ein markiger Werbespruch, doch trifft die Sache im Kern: Schaeffler, wichtiger Auto-Zulieferer mit Sitz in Herzogenaurach ist immer dort, wo sich etwas bewegt. Und hat damit gute Geschäfte gemacht.
Es klingt wie ein markiger Werbespruch doch, trifft die Sache im Kern: Schaeffler, wichtiger Auto-Zulieferer mit Sitz in Herzogenaurach ist immer dort, wo sich etwas bewegt. Und hat damit gute Geschäfte gemacht. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 86.660 Mitarbeiter und hat allein in Deutschland im vergangenen Jahr zusätzlich zu den hiesigen 31.200 Arbeitsplätzen 400 neue geschaffen. 1,1 Milliarden Euro hat Schaeffler investiert, im Gesamtumsatz (2,1 Milliarden Euro) entfielen rund 80 Prozent (1,7 Milliarden Euro) auf das Automobil-Geschäft.
Vor allem die Elektromobilität spiele für die Zukunft des Unternehmens eine bedeutende Rolle, so Klaus Rosenfeld, Vorstandvorsitzender der Schaeffler AG. Hier sei die Nachfrage in China extrem hoch, das Land entwickele sich zum Leitmarkt für Elektromobilität, das Wachstum rührt vor allem von der Kooperation mit lokalen chinesischen Herstellern her. Aktuelle Prognosen sagen für das Jahr 2030 ein Produktionsvolumen von 120 Millionen Automobilen voraus. Davon sollen zehn Prozent reine E-Autos, 53 Prozent mit Verbrenner und 37 Prozent Hybrid-Fahrzeuge sein. Optimistischere Annahmen gehen sogar von einer ausgeglicheneren Aufteilung der Antriebstechnik aus (30/40/30).
Hybridtechnik ist nach den Worten von Klaus Rosenfeld für ein mechanisch orientiertes Unternehmen wie Schaeffler besonders interessant. Bereits heute finden sich im Portfolio Hybrid-Module, Antriebsstränge und elektrische Achsen, die eben nicht von Software allein angetrieben werden. Doch auch die Industriesparte verspricht Wachstum, die Entwicklung der Industrie 4.0 fordere "Kompetenz in der Komponente", und über die verfüge Schaeffler. Ein einfaches Wälzlager, das Ur-Produkt des Unternehmens, könne so zum Datenlieferanten werden und Informationen über Bewegung und Belastung liefern. Rosenfeld erwartet interessante Aufträge im Industriegeschäft in den Bereichen Bahn, Luftfahrt und Wind.