Gewinn von BMW geht weiter zurück - China-Geschäft bricht ein
AFP4. November 2026, 08:24 UhrVERKEHR
Auch BMW hat im dritten Quartal einen weiteren deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 15 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro zurück.
Auch BMW hat im dritten Quartal einen weiteren Gewinnrückgang verzeichnet. Der Nettogewinn ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 15 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro und der Umsatz um fast sechs Prozent auf 30,45 Milliarden Euro zurück, wie der Münchener Autobauer am Mittwoch mitteilte. Wie auch bei den anderen deutschen Autobauern bricht BMW das China-Geschäft zunehmend weg.
Die Auslieferungen in der Volksrepublik hatten bereits im vergangenen Jahr den tiefsten Stand seit 2017 erreicht und gingen im abgelaufenen Quartal erneut um 24,8 Prozent zurück. Maßgeblich wegen dieser Entwicklung war auch die Entwicklung des globalen Absatzes von BMW mit minus 6,3 Prozent negativ. In Europa und den USA verkaufte der Hersteller hingegen jeweils rund 2,5 Prozent mehr Fahrzeuge.
Am Dienstag hatte BMW bereits seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Die Marge des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Automobilsegment soll jetzt zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent liegen, wie das Unternehmen mitteilte. Bislang war BMW von einer Ebit-Marge von einem bis drei Prozent ausgegangen.
Deutschlands Autobauer stecken seit geraumer Zeit in der Krise. Neben dem wegbrechenden China-Geschäft machen ihnen auch die US-Zölle und die im Vergleich zum Verbrenner niedrigeren Gewinnmargen bei Elektroautos zu schaffen. Zudem dringt die starke chinesische Konkurrenz inzwischen mit Exporten nach Europa.