Ibuprofen erhöht Blutdruck signifikant

Hunderte Millionen Menschen nehmen Naproxen und Ibuprofen ein - manchmal, häufig, regelmäßig. Für beide rezeptfreien Medikamente ist nachgewiesen, dass sie Magen- und Darmbeschwerden auslösen sowie Nieren und Magenschleimhaut schädigen können. Doch Ibuprofen hat noch eine weitere deutliche Nebenwirkung: Bei Patienten mit Arthrose oder rheumatoider Arthritis steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich an.


Hunderte Millionen Menschen nehmen Naproxen und Ibuprofen ein - manchmal, häufig, regelmäßig. Für beide rezeptfreien Medikamente ist nachgewiesen, dass sie Magen- und Darmbeschwerden auslösen sowie Nieren und Magenschleimhaut schädigen können. Doch Ibuprofen hat noch eine weitere deutliche Nebenwirkung: Bei Patienten mit Arthrose oder rheumatoider Arthritis steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich an.

Schon geringfügige Blutdruckerhöhungen können das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und damit die Sterblichkeit steigern. Eine aktuelle Studie belegt jetzt, dass sich Ibuprofen deutlich ungünstiger auswirkt als Naproxen. "Der Blutdruckanstieg unter Ibuprofen ist signifikant", sagt Studienleiter Prof. Frank Ruschitzka, stellvertretender Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitären Herzzentrum Zürich. Ibuprofen sei "eindeutig nicht so sicher wie früher gedacht". Gerade für ältere Patienten, die häufig unter Arthrose und hohem Blutdruck litten, seien die Ergebnisse von großer klinischer Bedeutung.