Rudolf Huber/mp25. Januar 2018, 10:31 UhrGESUNDHEIT
Hätten Sie's gewusst? Am 29. Januar ist der Tag des Blindenhundes. An diesem Tag wurde nämlich 1929 in Morristown im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey die Hundeschule 'The Seeing Eye, Inc.' gegründet. Heute haben blinde Menschen in Deutschland unter Umständen sogar einen Anspruch auf einen speziell ausgebildeten Assistenzhund, der ihnen eine gefahrlose Orientierung sowohl in vertrauter als auch in fremder Umgebung gewährleisten soll.
Hätten Sie's gewusst? Am 29. Januar ist der Tag des Blindenhundes. An diesem Tag wurde nämlich 1929 in Morristown im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey die Hundeschule "The Seeing Eye, Inc." gegründet. Heute haben blinde Menschen in Deutschland unter Umständen sogar einen Anspruch auf einen speziell ausgebildeten Assistenzhund, der ihnen eine gefahrlose Orientierung sowohl in vertrauter als auch in fremder Umgebung gewährleisten soll.
Die Anschaffung von Blindenführhunden ist allerdings teuer, deshalb weigern sich Krankenkassen laut der ARAG Experten häufig, die Kosten zu übernehmen. Im einem konkreten Fall wurde aber einer blinden Frau ein solcher Hund zugesprochen, obwohl die Kasse nicht zahlen wollte. Der Hintergrund: Es gab weder Hilfs- noch Betreuungspersonal im sozialen Umfeld der Betroffenen. Um ihren Alltag möglichst aktiv und selbständig gestalten zu können, pochte sie auf einen Blindenhund. Wegen ihrer guten Ortskenntnisse war ihre Kasse der Ansicht, ein Langstock reiche aus. Dem widersprachen die Richter (LSG Rheinland-Pfalz, Az.: L 5 KR 99/13).
Um einen Blindenführhund zu bekommen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Die Sehfähigkeit muss unter fünf Prozent betragen und der Blinde sollte körperlich fit sein. Zudem muss genügend Wohnraum zur Verfügung stehen und der Vermieter der Tierhaltung zustimmen. Blinde sollten laut ARAG Experten einen Blindenführhundausweis beantragen und bei sich tragen. Er dient zur Vorlage, wenn zum Beispiel Betreiber von Geschäften unter Berufung auf ihr Hausrecht den Zutritt mit Hund verweigern wollen.