Nicht nur die Augen sind lichtempfindlich. Auch die Haut reagiert mitunter sensibel auf Sonnenstrahlen. Das kann auch an bestimmten Medikamenten liegen.
Nicht nur die Augen sind lichtempfindlich. Auch die Haut reagiert mitunter sensibel auf Sonnenstrahlen. Das kann auch an bestimmten Medikamenten liegen. Sogenannte "fotosensibilisierende Arzneien", die in sonnenarmen Zeiten gut vertragen werden, können im Sommer zu unerwünschten Reaktionen führen. "Wie ein sehr starker Sonnenbrand", erklärt der Direktor der Hautklinik am Helios Uniklinikum Wuppertal, Prof. Percy Lehmann, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".
Dabei gelangen Wirkstoffmoleküle in die Haut. Treffen sie dort auf energiereiche UV-A-Strahlen, spalten sie Teilchen ab. Diese reagieren mit dem umliegenden Gewebe. Die Folge: Hautzellen werden beschädigt oder zerstört. "Die Haut entzündet sich", sagt Lehmann. Solche Hautschäden durch Medikamente sind nicht nur stärker als Sonnenbrand, sie halten auch länger an: "Drei bis vier Tage haben Sie damit schon zu tun", sagt der Experte.
Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit kann sowohl bei der Einnahme als auch bei der äußerlichen Anwendung von Arzneien auftreten: bei vielen Antibiotika und Johanniskraut sowie schmerz- und entzündungslindernden Wirkstoffen wie Naproxen und Diclofenac. "Die gute Nachricht: Patienten müssen die Sonne nicht meiden, wenn sie sich an das Sonnenschutz-Abc halten", sagt Apothekerin Petra Liekfeld. Das bedeutet: A - Ausweichen, also insbesondere in der Mittagszeit nicht in die Sonne gehen. B - Bedecken mit Kleidung, Mütze und Sonnenbrille. Und C - Cremen, mit hohem Lichtschutzfaktor und in ausreichender Menge.