Mit einer Fettleber ist nicht zu spaßen

Übermäßiger Alkohol geht auf die Leber. Das jedenfalls ist häufig zu hören. Doch Vorsicht: Fast jeder dritte Erwachsene in den Industrieländern leidet an einer nichtalkoholischen Fettleber.


Übermäßiger Alkohol geht auf die Leber. Das jedenfalls ist häufig zu hören. Doch Vorsicht: Fast jeder dritte Erwachsene in den Industrieländern leidet an einer nichtalkoholischen Fettleber. Für die Betroffenen erhöht sich damit das Risiko, an Komplikationen wie Leberzirrhose, Leberkrebs, Typ-2-Diabetes sowie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkranken.

Eine ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung und viel fettem sowie zucker- und fruchtzuckerhaltigem Essen und/oder eine genetische Vorbelastung können Ursachen dafür sein. "Um Folgeerkrankungen zu vermeiden, muss die Fettleber rechtzeitig erkannt sowie das jeweilige Risiko für Leber-, Stoffwechsel- und Herzmuskelerkrankungen genau bewertet werden. Dann lässt sich eine maßgeschneiderte Prävention und Behandlung konzipieren", erläutert Forscher Norbert Stefan.

"Auf eine Fettleber hin sollten nicht nur Patienten mit erhöhten Leberenzymen untersucht werden, sondern auch Personen mit einer dysproportionalen Fettverteilung, das heißt, mit einem hohen Anteil an Bauchfett und/oder einem geringen Anteil an Fett um die Hüften und Beine", sagt Hans-Ulrich Häring, Vorstand und Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Tübingen. Darüber hinaus empfehlen Experten ein Fettleber-Screening auch für Menschen, die an einer Insulinresistenz beziehungsweise an Typ-2-Diabetes leiden.